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Corona: TUI stoppt Reisegeschäft

veröffentlicht am

Nachdem sich über das Wochenende immer mehr Menschen fragten, ob und wohin sie derzeit ihren Sommerurlaub buchen können, hat der Touristikkonzern TUI in der Nacht zum Montag wegen der anhaltenden Corona-Krise nun angekündigt, bis auf Weiteres den größten Teil aller Reiseaktivitäten zu stoppen. Nach Angeben des Konzerns sind Pauschalreisen, Kreuzfahrten sowie der Hotelbetrieb betroffen. Damit wolle man "einen Beitrag zu den weltweiten Bemühungen der Regierungen leisten" und so die Verbreitung des Covid-19-Erregers zu verlangsamen. Was die Aussetzung des Reisegeschäfts nun konkret für die Kunden bedeutet, ist noch nicht bekannt.

Keine Neubuchungen wegen Corona

Wegen der allgemeinen Verunsicherung der Verbraucher durch das Corona Virus gingen derzeit nur wenige Neubuchungen ein. Mit Sonderkonditionen für Umbuchungen versuchte TUI daher zuletzt Kunden vom Stornieren ihrer Reise abzuhalten, um einen Mittelabfluss zu verhindern. Eine schnelle Belebung des Geschäfts scheint TUI nicht zu erwarten. Mit Verweis auf die unklaren Aussichten zog der Konzern seine erst fünf Wochen alte Prognose für den Geschäftsverlauf zurück.

 

Viele Reiseziele weggefallen

Nachdem am Wochenende Spanien den Alarmzustand ausgerufen und weitreichende Einschränkungen für die Bewegungsfreiheit von Bürgern verkündet hatte, die Türkei einen Einreisestopp verhängt und Griechenland verkündete hatte, dass der Auftakt der Urlaubssaison auf dem 1. Mai verschoben und Urlauberhotels bis dahin geschlossen bleiben, waren die wichtigsten Reiseziele des Tourismus-Riesen weggefallen. Weitere Negativ-Meldungen kamen am Wochenende hinzu: Tunesien hat angeordnet, dass sich Einreisende in eine 14-Tage-Quarantäne begeben müssen, die sie auch nicht durch vorzeitige Rückreise verkürzter ist. Marokko hatte den Flugverkehr in mehrere Länder ausgesetzt. Dort saßen darufin Touristen an Flughäfen fest, woraufhin die Bundesregierung eine Rückholaktion startete.

 

Informationspolitik der Reiseveranstalter und Buchungsportale bisher nicht ausreichend

Am Wochenende soll es einen Ansturm von Verbrauchern auf die derzeit überlasteten Service-Telefonnummern der Reiseveranstaltern gegeben haben. Bisher waren die Informationspolitik der Reiseveranstalter und Buchungsportale eher zurückhaltend. Auf deren Internetseiten waren bisher nur spärliche Informationen zur Corona-Krise zu finden.

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TUI will Staatsgarantien beantragen

TUI hat angekündigt, Staatsgarantien zu beantragen, bis die normalen Abläufe wieder aufgenommen werden können. Die Bundesregierung hatte am vergangene Woche angekündigt, Bürgschaften für Hilfskredite für die von Corona schwer getroffenen Branchen in unbegrenzter Höhe zur Verfügung zu stellen. Die derzeit verfügbare Liquidität gab Tui mit rund 1,4 Milliarden Euro an. Anfang des Jahres sah sich TUI noch als Gewinner der Insolvenz von Thomas Cook. TUI hatte angepeilt, allein in Deutschland eine halbe Million zusätzlicher Kunden zu gewinnen. Nunmehr traut sich der Konzernwegen der erwarteten finanziellen Belastungen keine Prognose der weiteren Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr zu. Der Ausblick von Mitte Februar wurde zurückgezogen.

Zudem laufen bei TUI Deutschland Gespräche mit dem Gesamtbetriebsrat zur Einführung von Kurzarbeit. Lesen Sie hier, welche Einbußen Kurzarbeit für Arbeitnehmer bedeuten. 

Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen, insbesondere was die Ankündigung nun konkret für Reisende und ihre Buchungen bedeutet, weiter informieren.

Lesen Sie hier, ob Sie wegen Flugannullierungen und Nichtbeförderungen Ihre Ticketkosten zurückverlangen können. Und hier können Sie nachlesen, ob Sie Ihr Geld bei einer Stornierung Ihrer Hotel- und Ferienwohnungreservierung zurückerhalten.

 

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