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Lufthansa könnte ein Hilfspaket über zehn Milliarden Euro erhalten

veröffentlicht am

Der Lufthansa Konzern fährt aufgrund der Corona-Krise erhebliche Verluste ein. Wie die Tagesschau und der Tagesspiegel unter auf Bezugnahme auf Insiderquellen berichten, könnte die Fluggesellschaft jetzt mit zehn Milliarden Euro aus staatlichen Mitteln unterstützt werden. Die Konzernleitung verhandelt aktuell  für sich und ihre Töchter SWISS Air, Austrian Airlines sowie Brussels Airlines mit den Ländern Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz über Staatshilfen. 

Einreisestopps und Nachfragerückgang führen bei der Lufthansa zu immensen Verlusten

Die Lufthansa Gruppe meldet im ersten Quartal einen Verlust im operativen Geschäft von über 1,2 Milliarden Euro. Dies ging aus der Börsen-Pflichtmitteilung des DAX-Unternehmens hervor. Zum Vergleich, im ersten Quartal von 2019, lag der Verlust der Gruppe nur bei 336 Millionen Euro. Grund für diese dramatisch anmutende Entwicklung ist der nahezu vollständige Rückgang der Nachfrage nach Flugtickets. Zusätzlich ist der Flugverkehr aufgrund von Einreisestopps als Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie stark eingeschränkt. Die Prognosen für das zweite Quartal sehen sogar noch höhere Verluste vor, wie der Lufthansa-Konzern mitteilte. 

 

Lufthansa in Verhandlung über staatliche Hilfe

Der Wert einer Lufthansa-Aktie liegt aktuell bei einem Rekordtief von 7,81 Euro. Einen vergleichbaren Wert hatten Lufthansa-Aktien zuletzt 2009. Nach Aufnahme mehrerer Kredite verfüge die Fluggesellschaft momentan über flüssige Mittel in Höhe von 4,4 Milliarden Euro, erklärte die Konzernleitung weiter. "Der Konzern rechnet nicht damit, den entstehenden Kapitalbedarf mit weiteren Mittelaufnahmen am Markt decken zu können." Nach eigenen Angaben befindet sich die Lufthansa Gruppe deswegen in Verhandlungen mit den Regierungen von Deutschland, Belgien, Österreich und der Schweiz. Im Gespräch seien Bürgschaften, Kredite, stille Beteiligungen sowie unmittelbare Staatsbeteiligungen zur finanziellen Unterstützung des Konzerns.

 

Lufthansa-Hilfspaket könnte zwischen neun und zehn Milliarden Euro betragen

Aus dem deutschen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) könnte die Lufthansa Fluggesellschaft drei bis vier Milliarden Euro ausgezahlt bekommen. Zudem soll ein staatlich abgesicherter Kredit der KfW-Bank in Höhe von vier bis fünf Milliaren Euro gewährt werden. Zusätzlich sollen aus dem europäischen Ausland 1,5 Milliarden Euro beigesteuert werden, sodass die Lufthansa-Gruppe ein Hilfspaket von neun bis zehn Milliarden Euro erhalten würde. Ryanair-Chef Michael O'Leary sieht das Vorgehen der Lufthansa kritisch: "Ich denke, dass Fluggesellschaften wie Lufthansa und Air France die Covid-Krise nutzen, um sich mit unglaublich hohen Summen vom Staat zu bereichern."

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