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Ein speziell entwickelter Airbus A350-1000ULR ist ohne Zwischenlandung von Melbourne nach Toulouse geflogen. Nach 24 Stunden und 24 Minuten landete die Maschine in Südfrankreich. Der Testflug ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den geplanten Nonstop-Verbindungen zwischen Australien, London und New York.
Der Airbus legte auf seinem Weg von Australien nach Frankreich insgesamt 23.075 Kilometer zurück. Die Route führte über den Pazifik, Nordamerika und den Atlantik. Dabei überquerte die Besatzung drei Kontinente und zwei Ozeane und erlebte während des Fluges zwei Sonnenaufgänge und zwei Sonnenuntergänge.
Der Flug gilt als bislang längster Nonstop-Flug eines Verkehrsflugzeugs. Er übertraf einen Rekord aus dem Jahr 2005, als eine Boeing 777-200LR in 22 Stunden und 42 Minuten von Hongkong über den Pazifik nach London flog. Passagiere befanden sich bei dem aktuellen Rekordflug allerdings nicht an Bord. Die Maschine wurde von Testpiloten und Ingenieuren von Airbus und Qantas begleitet. Auch im Internet sorgte der Flug für großes Interesse. Nach Angaben von Flightradar24 verfolgten mehr als 3,6 Millionen Menschen die Reise. Damit war der Flug einer der meistbeobachteten in der Geschichte des Flugverfolgungsdienstes.
Der Test ist Teil des sogenannten Project Sunrise von Qantas. Ab Oktober 2027 will die australische Fluggesellschaft täglich ohne Zwischenlandung zwischen Sydney und London fliegen. Die Reisezeit soll je nach Wetter, Wind und Flugroute etwa 19 bis 21 Stunden betragen. Die ersten Tickets sollen im Februar 2027 verkauft werden. Später ist zudem eine direkte Verbindung zwischen Sydney und New York geplant. Einen konkreten Starttermin für diese Strecke hat Qantas noch nicht bekannt gegeben. Gegenüber heutigen Verbindungen mit Zwischenstopp soll sich die Reisezeit um bis zu vier Stunden verkürzen. Bis zum Beginn der Qantas-Verbindung bleibt die Strecke zwischen Singapur und New York die längste regelmäßig angebotene Nonstop-Flugroute der Welt. Sie dauert je nach Flugrichtung etwa 18 bis 19 Stunden.
Qantas hat insgesamt zwölf Airbus A350-1000ULR bestellt. ULR steht für „Ultra Long Range“. Ein zusätzlicher Tank fasst 20.000 Liter Treibstoff und soll kommerzielle Flüge von bis zu 22 Stunden ermöglichen. Die erste für den Linienbetrieb vorgesehene Maschine soll im April 2027 ausgeliefert werden.
Obwohl ein gewöhnlicher Airbus A350-1000 deutlich mehr Passagiere aufnehmen kann, plant Qantas lediglich 238 Sitzplätze. Damit soll mehr Raum für die außergewöhnlich lange Reise geschaffen werden.
Zur Ausstattung gehören eine spezielle Wellbeing-Zone mit Möglichkeiten zum Dehnen, eine Getränkestation, angepasste Mahlzeiten sowie eine Beleuchtung, die den Schlafrhythmus der Passagiere unterstützen soll. Auch schnelles WLAN und ein Reiseplaner im Unterhaltungssystem sind vorgesehen.
Rechtsanwalt Carl Christian Müller Vertragsanwalt der SOS-Flugverspätung ist Rechtsexperte für Reiserecht
Auch bei besonders langen Flügen hängt ein möglicher Anspruch auf Entschädigung vom konkreten Flug, dem Abflugort, der Airline und der Ursache der Störung ab. SOS Flugverspätung prüft kostenfrei, ob Ihnen bei einer Flugverspätung, einem Flugausfall oder einer Nichtbeförderung eine Entschädigung zusteht.