Flugsicherung in Großbritannien gestört: Verspätungen und Flugausfälle

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Eine technische Störung bei der britischen Flugsicherung NATS hat am 21. September 2026 zu Verspätungen und Flugausfällen geführt. Betroffen waren vor allem Verbindungen in Schottland, Nordirland und Nordengland. Unter anderem meldeten die Flughäfen Edinburgh, Belfast und Manchester Einschränkungen.

Abflugtafel an einem britischen Flughafen nach einer Störung der Flugsicherung NATS
© AdobeStock/Synthex

Die Störung im NATS-Kontrollzentrum in Prestwick ist inzwischen behoben. Dennoch können sich die Auswirkungen noch auf spätere Flüge auswirken. Reisende sollten deshalb den aktuellen Status ihrer Verbindung direkt bei der Airline prüfen.

Technische Störung im NATS-Zentrum Prestwick

Nach Angaben von NATS trat das Problem am Montagmorgen im Kontrollzentrum Prestwick in Schottland auf. Während Techniker nach der Ursache suchten, wurde der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen begrenzt. NATS teilte später mit, dass es sich um ein Verbindungsproblem in einem Teil des Systemnetzwerks gehandelt habe, das speziell den Betrieb in Schottland betraf. Das Problem sei inzwischen behoben. Die verbliebenen Einschränkungen im Flugverkehr würden schrittweise aufgehoben.

Von den Auswirkungen waren insbesondere Flüge in Schottland, Nordirland und Nordengland betroffen. Auch Verbindungen von und nach Manchester sowie Flüge in Richtung Norden konnten sich verzögern.

Mehr als 25.000 Ryanair-Passagiere betroffen

Besonders viele Störungen meldete Ryanair. Nach Angaben der Airline waren am Montag mehr als 140 Ryanair-Flüge verspätet und über 25.000 Passagiere betroffen. Teilweise lagen die Verspätungen bei bis zu drei Stunden. Auch andere Fluggesellschaften wie easyJet und British Airways meldeten Beeinträchtigungen. Im Laufe des Tages kam es neben Verspätungen auch zu Flugausfällen.

Bereits zweite große NATS-Störung im September

Die aktuelle Störung folgt weniger als zwei Wochen nach erheblichen Problemen bei der britischen Flugsicherung. Am 8. September hatte ein Softwarefehler im National Airspace System zu massiven Einschränkungen geführt. Mehr als 2.000 Flüge wurden in der Folge gestrichen und Hunderttausende Reisende waren betroffen.

NATS veröffentlichte erst am 18. September einen ersten Untersuchungsbericht zu diesem Vorfall. Demnach lag die Ursache in einem Softwarefehler in einem kleinen Teil des Systems zur Verarbeitung von Flugdaten.

Mit der heutigen Störung besteht nach Angaben von NATS allerdings kein Zusammenhang. Das aktuelle Problem betraf einen anderen Teil der technischen Infrastruktur.

Was Reisende jetzt tun sollten

Wer heute oder in den kommenden Stunden über einen betroffenen britischen Flughafen reist, sollte den Flugstatus direkt bei seiner Airline kontrollieren. Auch nachdem die technische Störung behoben wurde, können verspätete Flugzeuge und verschobene Umläufe noch zu weiteren Verzögerungen führen.

Wird Ihr Flug verspätet oder gestrichen, bewahren Sie Bordkarten, Buchungsbestätigungen und Mitteilungen der Airline auf. Entstehen Ihnen zusätzliche Kosten, sollten Sie auch die entsprechenden Belege sichern.

Gibt es bei einer Störung der Flugsicherung Entschädigung?

Bei Problemen der Flugsicherung besteht nicht automatisch ein Anspruch auf eine Entschädigungszahlung. Entscheidungen des Flugverkehrsmanagements können nach den europäischen Fluggastrechten als außergewöhnliche Umstände gelten.

Ob das bei Ihrem Flug tatsächlich der Fall ist, hängt jedoch von der konkreten Ursache der Verspätung oder Annullierung ab. Die Airline muss darlegen können, dass die Flugstörung auf außergewöhnliche Umstände zurückging und sich trotz zumutbarer Maßnahmen nicht vermeiden ließ.

Wird ein Flug annulliert und gelten die europäischen Fluggastrechte, bleiben außerdem bestimmte Ansprüche unabhängig von einer möglichen Entschädigungszahlung bestehen. Dazu kann die Wahl zwischen einer Erstattung des Ticketpreises und einer anderweitigen Beförderung gehören. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zu den Rechten bei Flugausfall und Annullierung.

Carl Christian Müller Mueller.legal

Rechtsanwalt Carl Christian Müller Vertragsanwalt der SOS-Flugverspätung ist Rechtsexperte für Reiserecht

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