Flydubai-Flug FZ1073: Verletzter Pilot nach Angriff in stabilem Zustand

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Der bei dem schweren Zwischenfall auf Flydubai-Flug FZ1073 verletzte Kapitän Smit Machchhar befindet sich nach Angaben der indischen Botschaft in Saudi-Arabien in stabilem Zustand. Die Maschine war am 30. September 2026 von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es im Cockpit zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung kam. Das Flugzeug wurde nach Tabuk in Saudi-Arabien umgeleitet und landete dort sicher.

Flydubai-Flug FZ1073 Verletzter Pilot nach Angriff in stabilem Zustand
Symbolbild: Unsplash/Sevcan Alkan

Was auf Flug FZ1073 passiert ist

Flydubai bestätigt, dass es während des Fluges zu einer Auseinandersetzung im Cockpit kam. Besatzungsmitglieder der Airline, die sich ebenfalls an Bord befanden, griffen ein und sicherten das Flugzeug. Anschließend wurde die Maschine nach Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens umgeleitet. Nach Angaben der Fluggesellschaft blieben die Passagiere unverletzt.

Wie ernst die Situation zwischenzeitlich war, zeigen auch die Flugdaten. Nach Angaben von Reuters verlor die Maschine während des Vorfalls innerhalb von weniger als 30 Sekunden fast 14.000 Fuß, also mehr als 4.000 Meter, an Höhe. Mehr als 170 Menschen befanden sich an Bord.

Nach Darstellung israelischer Behörden soll der Copilot den Kapitän angegriffen und versucht haben, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Der verletzte Kapitän konnte demnach die Cockpittür öffnen. Passagiere und weitere Besatzungsmitglieder überwältigten anschließend den Angreifer. Eine weitere Flydubai-Crew, die sich an Bord befand, übernahm das Flugzeug und brachte es sicher nach Tabuk.

Flydubai selbst bestätigt bislang die Auseinandersetzung im Cockpit, macht aber keine Angaben zu einem möglichen Motiv. Die Airline warnt ausdrücklich vor Spekulationen, solange die offiziellen Ermittlungen laufen. 

Pilot Smit Machchhar in stabilem Zustand

Kapitän Smit Machchhar wurde bei dem Angriff schwer verletzt und nach der Landung medizinisch behandelt. Die indische Botschaft in Riad teilte mit, dass sein Zustand inzwischen stabil sei. Ein vollständiges medizinisches Update stand zum Zeitpunkt der Mitteilung noch aus. Die Botschaft und das indische Generalkonsulat in Dschidda stehen nach eigenen Angaben mit seiner Familie und den saudischen Behörden in Kontakt. 

Auch die übrigen Passagiere konnten ihre Reise fortsetzen. Nach Angaben des Betreibers des Flughafens von Tabuk starteten sie am Nachmittag mit einem von Flydubai bereitgestellten Ersatzflugzeug in Richtung ihres ursprünglichen Ziels. 

Ermittlungen zum Hintergrund laufen

Warum es zu dem Angriff kam, ist weiterhin nicht abschließend geklärt. Der Generalstaatsanwalt der Vereinigten Arabischen Emirate hat ein spezialisiertes Ermittlerteam eingesetzt. Untersucht werden die Umstände und das Motiv des Vorfalls sowie ausdrücklich die Frage, ob ein terroristischer Hintergrund, eine vorherige Planung oder eine Steuerung durch Dritte vorlag.

Damit ist ein terroristisches Motiv derzeit nicht festgestellt. Entsprechende Aussagen israelischer Regierungsvertreter gehen über den bislang bestätigten Ermittlungsstand der emiratischen Behörden hinaus.

Flydubai setzt Flüge nach Israel vorerst aus

Der Vorfall hat inzwischen auch Auswirkungen auf den weiteren Flugverkehr. Flydubai hat seine Flüge von und nach Israel vorübergehend ausgesetzt, solange die Ermittlungen andauern. Einen Termin für die Wiederaufnahme des Verkehrs gibt es bislang nicht.

Auch Emirates hat seine Codeshare-Verbindungen mit Flydubai nach Tel Aviv bis auf Weiteres gestoppt. Passagiere mit Tel Aviv als Endziel werden derzeit nicht am ursprünglichen Abflugort zur Reise angenommen. Bereits unterwegs befindliche Reisende sollen bei ihrer Weiterreise unterstützt werden.

Reisende mit einer bevorstehenden Verbindung nach Tel Aviv sollten deshalb ihren aktuellen Flugstatus prüfen und auf Mitteilungen ihrer Airline achten.

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