Funkstille im Tower: Griechischer Luftraum stundenlang lahmgelegt

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Griechenlands Luftraum ist am Sonntag wegen eines massiven Ausfalls der Funk- und Kommunikationssysteme stundenlang nahezu komplett stillgelegt worden. Alle Flughäfen des Landes waren betroffen, Flüge wurden umgeleitet oder mussten am Boden bleiben.

Flugverkehr in Griechenland: Kommunikationsprobleme stoppen Flüge
© AdobeStock/Hanoi Photography

Funk-Kollaps über Griechenland

In den Kontrollzentren des griechischen Luftraums fiel am Sonntagmorgen schlagartig die zentrale Funk- und Kommunikationsinfrastruktur aus, sodass Fluglotsen weder untereinander noch mit Piloten sprechen konnten.Die griechische Luftfahrtbehörde HCAA bestätigte, dass sämtliche Flughäfen betroffen waren und der reguläre Flugbetrieb zunächst eingestellt werden musste.

Stundenlange Sperrung des Luftraums

Flüge in Richtung Griechenland wurden umgeleitet, während Starts in Griechenland vorübergehend ausgesetzt wurden.

Erst nach mehreren Stunden konnte der Verkehr schrittweise wieder anlaufen; zunächst wurden nur deutlich weniger Maschinen als üblich abgefertigt.

Technische Ursache und Ermittlungen

Laut HCAA hängt die Störung mit zentralen Funk- und Kommunikationssystemen der Flugsicherungszentren für den griechischen Luftraum zusammen.

Die nationale Cyberbehörde und der Nachrichtendienst wurden eingeschaltet. Hinweise auf Sabotage oder eine Cyberattacke liegen bisherigen Erkenntnissen zufolge nicht vor, die genaue technische Ursache wird weiter untersucht.

„Unsere Systeme sind uralt“

Der Vorsitzende des griechischen Fluglotsenverbands, Panagiotis Psarros, schloss eine Cyberattacke aus, kritisierte jedoch den Zustand der Infrastruktur und bezeichnete die verwendeten Systeme als uralt.Die Gewerkschaft habe bereits mehrfach auf die veraltete Technik hingewiesen und sogar Beschwerde auf EU-Ebene eingelegt.

Chaos an Flughäfen und Folgen für Reisende

Auf Flightradar24 zeigte sich ein nahezu leerer griechischer Luftraum, während sich in den Nachbarlufträumen – etwa über Türkei, Albanien und Bulgarien – zahlreiche Flugzeuge befanden.

An großen Airports wie Athen, Thessaloniki und Heraklion kam es zu langen Wartezeiten und Unklarheit bei den Reisenden. Viele Passagiere mussten ihren Abflug auf den Folgetag verschieben.

Carl Christian Müller Mueller.legal

Rechtsanwalt Carl Christian Müller Vertragsanwalt der SOS-Flugverspätung ist Rechtsexperte für Reiserecht

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"Der Ausfall war ein technischer Defekt in der staatlichen Flugsicherung (HCAA-Systeme), kein Streik oder Cyberangriff – Airlines müssen betroffenen Passagieren typischerweise Entschädigung zahlen. Mit SOS Flugverspätung überlassen Sie die Geltendmachung Ihrer Ansprüche Experten. Schnell und unkompliziert."

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