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Seit Mitternacht stehen bei der Lufthansa viele Maschinen am Boden: Die Flugbegleiter der Airline streiken bundesweit. Besonders betroffen ist der Reiseverkehr am letzten Tag der Osterferien – für viele Passagiere bedeutet das Ausfälle, Verspätungen und Unsicherheit.
Der Streik läuft seit 0.00 Uhr und soll bis 22.00 Uhr andauern. Betroffen sind zahlreiche Abflüge an den wichtigsten deutschen Flughäfen, darunter Frankfurt, München, Berlin, Hamburg und Düsseldorf. Nach aktuellen Einschätzungen des Flughafenverbands ADV könnten mehr als 520 Flüge ausfallen. Am Drehkreuz Frankfurt wurden bereits im Vorfeld rund drei Viertel der geplanten Lufthansa-Abflüge gestrichen. Auch an anderen Standorten wurden zahlreiche Verbindungen annulliert.
Die Lufthansa reagiert mit Ausweichmaßnahmen. Airlines aus dem Konzernverbund wie Eurowings oder Discover sollen zusätzliche Flüge übernehmen. Auch internationale Tochtergesellschaften setzen größere Flugzeuge ein oder erhöhen Frequenzen. Trotz dieser Maßnahmen ist davon auszugehen, dass viele Reisende ihr Ziel heute nicht wie geplant erreichen.
Auslöser des Streiks sind festgefahrene Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft UFO. Diese wirft der Lufthansa vor, bislang kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt zu haben. Auch die Situation bei der Tochtergesellschaft Cityline spielt eine zentrale Rolle. Der Streik ist das Ergebnis einer vorherigen Urabstimmung mit hoher Zustimmung unter den Beschäftigten.
Für Passagiere gilt zunächst: Den Flugstatus unbedingt prüfen und nicht ungeprüft zum Flughafen fahren.
Wichtig ist auch die rechtliche Einordnung:
Rechtsanwalt Carl Christian Müller Vertragsanwalt der SOS-Flugverspätung ist Rechtsexperte für Reiserecht
"Auch wenn Entschädigungen bei Streiks oft ausgeschlossen sind, lohnt sich eine genaue Prüfung im Einzelfall. Gerade bei Folgeproblemen oder unzureichender Betreuung durch die Airline können dennoch Ansprüche bestehen."