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Die Lufthansa hat den Betrieb ihrer Regionaltochter CityLine vorzeitig beendet. Die ursprünglich erst für 2028 geplante Stilllegung wurde angesichts der aktuellen Lage kurzfristig vorgezogen. Seit dem 18. April 2026 führt CityLine keine Flüge mehr durch.
Nach Angaben des Unternehmens ist die Maßnahme eine Reaktion auf die „aktuelle Krise“, die sich aus mehreren Faktoren zusammensetzt. Dazu zählen vor allem stark gestiegene Kerosinkosten sowie die anhaltenden Streiks im Lufthansa-Konzern. Auch operative Probleme spielten eine Rolle. Wiederholte Arbeitsniederlegungen hätten die Planbarkeit des Flugbetriebs erheblich beeinträchtigt und den Druck auf den Konzern erhöht, schneller zu handeln.
Mit der Entscheidung werden rund 27 Flugzeuge der CityLine-Flotte dauerhaft stillgelegt. Ein Großteil der Belegschaft wurde freigestellt, insgesamt sind mehrere tausend Arbeitsplätze betroffen. Die Tochtergesellschaft war bislang für zahlreiche Zubringerflüge innerhalb Europas zuständig und ein zentraler Bestandteil des Lufthansa-Drehkreuzsystems in Frankfurt und München.
Langfristig soll die neue Gesellschaft „Lufthansa City Airlines“ die Aufgaben der CityLine übernehmen. Diese war bereits aufgebaut worden, sollte die bestehende Struktur aber ursprünglich erst schrittweise ersetzen. Durch das vorgezogene Aus entsteht nun kurzfristig zusätzlicher Druck auf den Konzern, die Kapazitäten anderweitig zu kompensieren.
Die Betriebseinstellung fällt in eine Phase massiver Streiks bei Lufthansa. Entsprechend kommt es bereits zu zahlreichen Flugausfällen und kurzfristigen Änderungen im Flugplan.
Für Reisende bedeutet das:
Die Lufthansa verweist darauf, dass betroffene Passagiere kostenfrei umbuchen oder sich den Ticketpreis erstatten lassen können.
Die vorzeitige Einstellung der CityLine ist Teil eines größeren Umbaus im Lufthansa-Konzern, fällt jedoch zeitlich mit Streiks und geopolitischen Belastungen zusammen. Für Passagiere erhöht sich dadurch aktuell das Risiko von Flugausfällen und Verspätungen deutlich.
Gerade bei kurzfristigen Änderungen lohnt sich eine genaue Prüfung der eigenen Rechte, insbesondere im Hinblick auf Ausgleichszahlungen oder alternative Beförderung.
Rechtsanwalt Carl Christian Müller Vertragsanwalt der SOS-Flugverspätung ist Rechtsexperte für Reiserecht
"Das vorzeitige Aus der CityLine zeigt, wie schnell sich Flugpläne aktuell ändern können. Umso wichtiger ist es, dass Passagiere ihre Ansprüche kennen und konsequent prüfen lassen."