Massive Kürzungen bei Lufthansa: 20.000 Kurzstreckenflüge fallen aus

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Die Lufthansa hat umfangreiche Flugstreichungen im europäischen Kurzstreckennetz angekündigt. Bis Oktober 2026 sollen insgesamt rund 20.000 Flüge entfallen. Bereits seit dieser Woche spüren Passagiere die Auswirkungen deutlich: Täglich werden aktuell etwa 120 Verbindungen gestrichen.

Lufthansa Annullierungen aktuell
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Streichungen laufen bereits – erste Verbindungen betroffen

Seit Montag setzt die Lufthansa die ersten Maßnahmen um. Betroffene Fluggäste wurden nach Angaben des Unternehmens bereits informiert. Besonders betroffen sind Verbindungen innerhalb Europas, unter anderem nach Polen, Norwegen und Irland.

Vorübergehend eingestellt werden etwa Flüge von Frankfurt nach Bydgoszcz und Rzeszów sowie nach Stavanger. Weitere Strecken werden nicht komplett gestrichen, sondern über andere Flughäfen innerhalb der Lufthansa-Gruppe abgewickelt.

Aus für CityLine als zentraler Auslöser

Ein wesentlicher Grund für die Kürzungen ist das vorzeitige Ende der Regionaltochter Lufthansa CityLine. Die Gesellschaft hatte bislang zahlreiche Zubringerflüge im europäischen Streckennetz übernommen.

Darüber hinaus trennt sich der Konzern gezielt von wirtschaftlich schwachen Kurzstreckenverbindungen. Ziel ist es, das Angebot stärker auf die großen Drehkreuze Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom zu konzentrieren.

Steigende Kerosinkosten verstärken den Druck

Neben strukturellen Veränderungen spielt auch die aktuelle Kostenentwicklung eine entscheidende Rolle. Nach Angaben der Lufthansa hat sich der Kerosinpreis im Zuge geopolitischer Spannungen zuletzt deutlich erhöht. Durch die Flugstreichungen will der Konzern nach eigenen Angaben rund 40.000 Tonnen Treibstoff einsparen.

Weitere Anpassungen im Flugplan angekündigt

Die aktuellen Streichungen gelten zunächst bis Ende Mai. Wie sich der Flugplan ab Juni entwickelt, will Lufthansa in den kommenden Wochen bekannt geben. Trotz der Einschnitte zeigt sich der Konzern mit Blick auf den Sommerflugplan vorsichtig optimistisch und rechnet derzeit mit einer weitgehend stabilen Treibstoffversorgung.

Was das für Fluggäste bedeutet

Für Reisende bringen die kurzfristigen Änderungen vor allem eines: Unsicherheit. Neben Annullierungen sind auch Umbuchungen und veränderte Flugzeiten zu erwarten, insbesondere bei Zubringerflügen innerhalb Europas.

Gerade in dieser Situation ist es wichtig, die eigenen Fluggastrechte im Blick zu behalten. Bei Flugausfällen oder erheblichen Verspätungen können unter bestimmten Voraussetzungen Ausgleichsansprüche bestehen.

Carl Christian Müller Mueller.legal

Rechtsanwalt Carl Christian Müller Vertragsanwalt der SOS-Flugverspätung ist Rechtsexperte für Reiserecht

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