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Am Flughafen Barcelona-El Prat streikt seit dem 4. August 2026 das Bodenpersonal des Abfertigungsunternehmens Groundforce. Betroffen sind unter anderem Check-in, Boarding und Gepäckabfertigung zahlreicher Airlines. Der Streik ist unbefristet angekündigt. Reisende müssen daher weiterhin mit Verspätungen, Flugausfällen und Problemen bei der Gepäckabfertigung rechnen.
Zu dem unbefristeten Streik hat die Gewerkschaft CGT aufgerufen. Nach Angaben des spanischen Verkehrsministeriums sind 1.179 Groundforce-Beschäftigte am Flughafen Barcelona-El Prat betroffen. Die Gewerkschaft begründet den Arbeitskampf unter anderem mit einer hohen Arbeitsbelastung, Personalmangel, Überstunden und Problemen bei den Arbeitsbedingungen.
Groundforce übernimmt in Barcelona die Bodenabfertigung für zahlreiche internationale Fluggesellschaften. Dazu gehören unter anderem Lufthansa, Air France, KLM, Air Europa, Qatar Airways, Turkish Airlines, Etihad Airways und ITA Airways. Der Streik betrifft beide Terminals des Flughafens.
Damit der Flugverkehr nicht vollständig zum Erliegen kommt, hat das spanische Verkehrsministerium Mindestdienste angeordnet. Im August sollen abhängig von der jeweiligen Verbindung zwischen 35 und 80 Prozent der Flüge geschützt werden. Auswirkungen auf den Flugverkehr lassen sich dadurch jedoch nicht vollständig verhindern.
Ein Streik bedeutet nicht automatisch, dass Fluggäste keinen Anspruch auf Entschädigung haben. Ob eine Zahlung möglich ist, hängt unter anderem davon ab, wer streikt und warum der Flug ausgefallen oder verspätet ist.
In Barcelona streiken Beschäftigte des Bodenabfertigers Groundforce. Betroffene Passagiere sollten deshalb ihren konkreten Flug prüfen lassen, statt davon auszugehen, dass wegen des Streiks grundsätzlich keine Entschädigung möglich ist.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zu den Rechten bei Streik am Flughafen.
Wer in den kommenden Tagen über Barcelona fliegt, sollte den Flugstatus direkt bei der Airline prüfen und kurzfristige Benachrichtigungen im Blick behalten. Auch wenn der eigene Flug zunächst planmäßig angezeigt wird, können sich durch Probleme beim Check-in, Boarding oder bei der Bodenabfertigung Verzögerungen ergeben.
Wird Ihr Flug gestrichen, umgebucht oder erreicht er sein Ziel deutlich verspätet, sollten Sie Buchungsbestätigung, Bordkarte und Mitteilungen der Airline sichern. Entstehen Ihnen zusätzliche Kosten für Verpflegung, Hotel oder Transport, bewahren Sie auch die entsprechenden Belege auf.
Der Fall Barcelona zeigt, wie stark der Flugverkehr von externen Dienstleistern abhängt. Wenn Check-in, Gepäckabfertigung oder Boarding bei einem Unternehmen gebündelt sind, kann ein Streik dort gleichzeitig die Flüge zahlreicher Airlines beeinträchtigen.
Für Passagiere zählt deshalb vor allem, was mit dem eigenen Flug passiert. Wird er gestrichen oder kommt deutlich verspätet am Ziel an, lohnt sich eine individuelle Prüfung.
Rechtsanwalt Carl Christian Müller Vertragsanwalt der SOS-Flugverspätung ist Rechtsexperte für Reiserecht
"Ihr Flug von oder nach Barcelona wurde gestrichen oder war deutlich verspätet? Prüfen Sie jetzt kostenlos bei SOS Flugverspätung, ob Ihnen eine Entschädigung zustehen könnte."