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Wer am Sonntag, 13. September 2026, von oder nach Italien fliegt, muss mit Einschränkungen rechnen. An mehreren italienischen Flughäfen sind Streiks angekündigt. Betroffen sind Rom-Fiumicino, Rom-Ciampino, Pisa, Florenz, Cagliari, Alghero und Venedig.
Je nach Flughafen legen Beschäftigte aus den Bereichen Sicherheit, Bodenabfertigung und Flughafenbetrieb für mehrere Stunden oder den gesamten Tag die Arbeit nieder. Auch in Frankreich sind Flugprobleme möglich. Dort sind easyJet-Piloten für den 13. und 14. September zum Streik aufgerufen.
Besonders umfangreich sind die Arbeitsniederlegungen an den beiden Flughäfen der italienischen Hauptstadt. Beschäftigte von ADR Security in Rom-Fiumicino und Rom-Ciampino sind für den gesamten Sonntag von 0 bis 24 Uhr zum Streik aufgerufen.
Zusätzlich soll Personal des Abfertigungsunternehmens Aviation Services an beiden Flughäfen zwischen 11 und 15 Uhr die Arbeit niederlegen. Reisende sollten ihren Flugstatus deshalb vor der Fahrt zum Flughafen kontrollieren.
An den Flughäfen Pisa und Florenz sind Beschäftigte von Toscana Aeroporti, GH Toscana und Consulta von 11 bis 15 Uhr zum Streik aufgerufen. Für einen Teil des Personals ist außerdem eine Verweigerung von Überstunden vom 13. September bis zum 12. Oktober angekündigt.
Auf Sardinien sind zwei Flughäfen betroffen. Am Flughafen Cagliari-Elmas soll Personal von Sogaer, Sogaer Security und Sogaerdyn zwischen 13 und 17 Uhr streiken. Am Flughafen Alghero ist eine ganztägige Arbeitsniederlegung von 0 bis 23:59 Uhr angekündigt.
Am Flughafen Venedig Marco Polo soll Personal von Sicuritalia IVRI zwischen 10 und 14 Uhr die Arbeit niederlegen.
Die aktuellen Streiktermine veröffentlicht das italienische Verkehrsministerium in seiner offiziellen Streikübersicht.
Parallel zu den Streiks in Italien hat die französische Pilotengewerkschaft SNPL die in Frankreich stationierten easyJet-Piloten für den 13. und 14. September zum Streik aufgerufen.
Hintergrund sind nach Angaben der Gewerkschaft unter anderem Probleme mit der Stabilität der Dienstpläne. Welche Flüge tatsächlich betroffen sind, sollten Reisende direkt bei easyJet prüfen.
Auch an Streiktagen kommt der Flugverkehr in Italien nicht vollständig zum Erliegen. Die italienische Luftfahrtbehörde ENAC weist auf geschützte Zeitfenster von 7 bis 10 Uhr und von 18 bis 21 Uhr hin, in denen bestimmte Flüge weiterhin durchgeführt werden müssen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Flug innerhalb dieser Zeiten automatisch planmäßig startet. Reisende sollten den Status ihrer Verbindung deshalb direkt bei ihrer Fluggesellschaft prüfen.
Wenn Sie am 13. September von oder nach Italien fliegen oder am 13. oder 14. September mit easyJet über Frankreich reisen, sollten Sie den Flugstatus vor der Fahrt zum Flughafen prüfen. Aktivieren Sie nach Möglichkeit Benachrichtigungen Ihrer Airline und kontrollieren Sie kurzfristige Änderungen auch am Reisetag.
Wird Ihr Flug verspätet oder gestrichen, bewahren Sie Bordkarten, Buchungsbestätigungen, Mitteilungen der Airline und Belege für zusätzliche Ausgaben auf.
Ein Streik bedeutet nicht automatisch, dass Fluggäste keinen Anspruch auf Entschädigung haben. Entscheidend ist unter anderem, wer streikt und wodurch der konkrete Flug ausgefallen oder verspätet ist.
Ein Streik des eigenen Airline-Personals schließt eine Entschädigung nicht automatisch aus. Bei einem Streik von Flughafen- oder Sicherheitspersonal kann die Situation anders aussehen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zu Ihren Rechten bei Streik am Flughafen.
Wird Ihr Flug gestrichen, können Sie grundsätzlich zwischen einer Erstattung des Ticketpreises und einer anderweitigen Beförderung wählen. Ob Ihnen zusätzlich eine Entschädigung zusteht, hängt vom konkreten Fall ab.
Rechtsanwalt Carl Christian Müller Vertragsanwalt der SOS-Flugverspätung ist Rechtsexperte für Reiserecht
"Prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Status Ihres Fluges. Sollte Ihr Flug wegen des Streiks ausfallen oder deutlich verspätet sein, können Sie anschließend kostenfrei prüfen, ob Ihnen eine Entschädigung zustehen kann."