Weitere Streiks bei Lufthansa angekündigt: Flugbegleiter legen Mittwoch und Donnerstag erneut die Arbeit nieder

veröffentlicht am

Nach dem großflächigen Streik am vergangenen Freitag drohen Lufthansa-Passagieren bereits die nächsten massiven Einschränkungen. Die Kabinengewerkschaft UFO hat neue Arbeitsniederlegungen für Mittwoch und Donnerstag angekündigt – parallel zu laufenden Pilotenstreiks.

Flugbegleiter legen Arbeit nieder Streiks bei Lufthansa auch am Mittwoch und Donnerstag
Symbolbild © AdobeStock/Michele Ursi

Nächste Streikwelle trifft Wochenmitte

Der erneute Streik des Kabinenpersonals soll am Mittwoch um 00:01 Uhr beginnen und bis Donnerstag kurz vor Mitternacht andauern. Betroffen sind erneut Flüge der Lufthansa sowie der Tochtergesellschaft Cityline.

Damit spitzt sich die Lage im Lufthansa-Konzern weiter zu. Reisende müssen sich auf zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen einstellen – erneut an stark frequentierten Reisetagen.

Protest bewusst öffentlichkeitswirksam geplant

Die Gewerkschaft UFO verknüpft den Streik gezielt mit einem öffentlichen Ereignis: Am Mittwoch feiert die Lufthansa ihr 100-jähriges Bestehen im Rahmen eines Festakts mit politischer Prominenz. UFO-Chef Joachim Vázquez Bürger machte deutlich, dass der Arbeitskampf bewusst in diesen Zeitraum gelegt wurde. Ziel sei es, auf die Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen und den Druck auf das Management zu erhöhen.

Pilotenstreik verschärft die Situation zusätzlich

Bereits seit Wochenbeginn kommt es zu erheblichen Einschränkungen durch Streiks der Pilotinnen und Piloten. Diese betreffen unter anderem Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline. Nach Angaben des Konzerns konnte zuletzt nur ein Teil des Flugplans aufrechterhalten werden. Auf der Kurzstrecke fand etwa jeder dritte Flug statt, auf der Langstrecke etwa jeder zweite. Auch bei Eurowings kam es zu Einschränkungen.

Streitpunkte zwischen Gewerkschaften und Konzern

Während es beim Kabinenpersonal um Tariffragen und Arbeitsbedingungen geht, fordern die Piloten insbesondere Verbesserungen bei der betrieblichen Altersvorsorge.

Die Lufthansa weist diese Forderungen zurück und bezeichnet sie als nicht umsetzbar. Die Fronten zwischen den Tarifparteien bleiben damit verhärtet.

Was Reisende jetzt beachten sollten

Angesichts der anhaltenden Streiks gilt für Fluggäste:

  • Flugstatus regelmäßig prüfen und aktuelle Informationen der Airline beachten
  • Möglichst frühzeitig Umbuchungs- oder Alternativoptionen klären
  • Nicht vorschnell auf Ansprüche verzichten

Auch bei dieser Streikwelle gilt: Airlines müssen sich um Ersatzbeförderung sowie Betreuung kümmern. Ein Anspruch auf Ausgleichszahlungen besteht bei Streiks hingegen in der Regel nicht.

Ihre Ansprüche im Blick behalten

Gerade bei aufeinanderfolgenden Streiks kann es zu komplexen Fallkonstellationen kommen – etwa wenn Flüge mehrfach verschoben werden oder Anschlussverbindungen betroffen sind.

Carl Christian Müller Mueller.legal

Rechtsanwalt Carl Christian Müller Vertragsanwalt der SOS-Flugverspätung ist Rechtsexperte für Reiserecht

Wenn der Streik Ihre Reise durchkreuzt

"SOS Flugverspätung unterstützt Sie dabei, den Überblick zu behalten und prüft, ob in Ihrem konkreten Fall Ansprüche bestehen – auch über die klassischen Entschädigungsregelungen hinaus."

Jetzt Anspruch prüfen!

Hier bleibt mehr für Sie

Zurück